Eine Woche voller Lachen, Döner und erster Jab
Unsere Jugendbegegnung mit Marseille
Ende Oktober in den Herbstferien hat unsere Wettkampfboxabteilung nicht nur trainiert, sondern war Gastgeber für eine Gruppe Jugendlicher aus Marseille unseres Kooperationspartners Addap13. Die an der Jugendbegegnung teilnehmenden Sportler hatten schon das Glück, einige der Besucher für eine Woche in Marseille kennenzulernen. Nun waren wir an der Reihe, die Marseiller in Berlin willkommen zu heißen!
Eine Woche lang durften wir über Länder- und Sprachgrenzen hinweggucken, uns richtig nahkommen und eine Menge Spaß haben.
Bei den Jugendlichen aus Frankreich handelte es sich nicht um Boxer, sondern einfach neugierige junge Leute, die mit uns Berlin erleben wollten. Und das haben wir gemeinsam getan! Wir sind durch unseren Kiez gezogen, haben ihnen bei einer Kieztour unsere Ecken gezeigt und natürlich zusammen einen echten Berliner Döner gegessen.
Die anfängliche Schüchternheit war schnell verflogen, ersetzt durch gemeinsames Lachen, Händefuchsen und die Gewissheit, dass man sich auch mit wenigen Worten verstehen kann. Schnell klar wurde uns das beispielsweise beim gemeinsamen Kochen. Dass die Jugendlichen Köche über keine einheitliche Sprache verfügten, machte sich zumindest beim Abschmecken der Gerichte nicht erkennbar.
Natürlich haben wir extra für den Austausch auch dafür gesorgt, zwei wundervolle Dolmetscher*innen anwesend zu haben, mit deren „bewegten Sprachanimationen“ wir morgens in den Tag starteten.
Das Programm war bunt gemischt: Ein Ausflug in einen Gaming-Tempel hat für heiße Wettkämpfe und jede Menge Gelächter gesorgt. Ein Tag des Kletterns im „Magic Mountain“ hat selbst unsere eigenen und erfahrensten Sportler schön aus der Puste gebracht. Zu regulären Trainingszeiten haben wir die Halle für alle geöffnet, die mal in den Boxsport reinschnuppern wollten. Es war toll zu sehen, wie einige aus der französischen Gruppe mutig die Handschuhe schnürten und ihre ersten Schläge auf die Pratze übten. Und bei einigen schien der sportliche Funke sofort übergesprungen zu sein!
Für viele Jugendliche kam der Höhepunkt jedoch zum Schluss: ein Graffiti-Workshop. Plötzlich standen wir alle mit Sprühdosen vor einer Leinwand, haben gemeinsam geplant, ausprobiert und etwas ganz Eigenes erschaffen. Die Sportler entschieden sich für ein herzerwärmendes Kunstwerk gewidmet an ihren Co-Trainer, welcher bei diesem Austausch leider nicht dabei sein konnte. Und als Belohnung gab es danach für alle knusprigen, warmen Lahmacun. Der Perfekte Abschluss.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgemacht, organisiert und diese tolle Woche möglich gemacht haben! Und an Jugend für Europa für die Kofinanzierung!
Das Team der Boxabteilung